Hast du dir jemals gewünscht, deine Familie wäre ein Märchen?

Ertappst du dich dabei, dass du dir eine perfekte Bilderbuchfamilie wünschst – die liebevolle, fürsorgliche, freundliche Familie, die dich sieht und ehrt? Menschen, die dich nicht bewerten und immer dankbar für dich sind, genauso, wie du bist?

Wurde dieser Wunsch jemals erfüllt? Oder fühlt es sich eher an, als ob das Märchen, das du dir wünschst, niemals sein könnte, egal, wie sehr du es versuchst!

Aber was wäre, wenn du tatsächlich viel größer als das Märchen sein könntest?

Was wäre, wenn du anfangen könntest, etwas zu kreieren, das wirklich für dich funktioniert – egal, was andere um dich herum wählen?

Lass uns über die Märchen hinausgehen und sehen, was sonst noch möglich ist …

Du bist nicht deine Familie!

Du bist nicht deine Familie, du bist du!
Wenn wir mit den Menschen aufwachsen, mit denen wir aufwachsen, ist es leicht, uns mit ihnen zu verwechseln. Wir denken, wir sind gleich und wie sie. Die gleichen Menschen um dich zu haben, ist, wie jeden Tag in der gleichen Suppe zu schwimmen. Wenn du in einer Möhrensuppe schwimmst, bedeutet das nicht, das du selbst eine Möhre bist. Wisse, wer du bist! Frage dich: „Wie anders bin ich? Wie anders bin ich bereit zu sein und wähle ich zu sein?

Gehe über deine Erziehung hinaus

Erlaubst du dir, glücklicher, großartiger, freundlicher, reicher, gesünder, erfolgreicher als deine Familie zu sein? Oder möchtest du, dass sie sich gut fühlt, und versuchst, verbunden zu bleiben, indem du einfach wie sie bist? Oft sind wir uns dessen nicht einmal bewusst. Sobald wir sehen, dass wir unser Leben so wie sie gestalten und versuchen, nicht großartiger als sie zu sein, können wir eine andere Wahl treffen. Was wäre, wenn du andere inspirierst, wenn du wählst, großartig zu sein?

Hör auf zu warten und fang an zu leben

Du kannst darauf warten, dass deine Familie dich liebt und dich sieht, oder du kannst anfangen zu leben und zu kreieren.

Was wäre, wenn du deine Familie bist und dich selbst behandelst, wie du es dir von deiner Familie gewünscht hättest? Was wäre, wenn du derjenige bist, dem du vertraust und der dich jeden Tag zu großartigeren Möglichkeiten ermutigt? Wenn du hinter dir stehst, kannst du auch empfangen, dass andere hinter dir stehen. Fang bei dir an. Vertraue dir, sei dir gegenüber in der Erlaubnis, ehre dich, sei verletzlich mit dir, sei dankbar für dich! Sobald du das mit dir bist, kannst du andere finden, denen du nahe sein kannst.

Tu, was erwartet wird, oder wähle, was funktioniert

Die Familie ist für viele eine feste Struktur. Deine Familie möchte vielleicht, dass du X, Y oder Z machst, damit du aus ihrer Perspektive ein gutes Familienmitglied bist und dein Leben nach ihren Maßstäben lebst. Aber was wäre, wenn das ihre Perspektive ist, die für sie vollkommen in Ordnung ist, und es einfach in Ordnung für dich ist, anders zu denken und andere Wünsche für deine Zukunft zu haben?

Was wäre, wenn du wählen könntest, mit deiner Familie auf eine Art und Weise zusammen zu sein und zu interagieren, die dich glücklich macht, unabhängig davon, ob es den Standards anderer entspricht oder nicht – einschließlich der Standards deiner eigenen Familienmitglieder? Was wäre, wenn die Kreation deiner Familie und deines Lebens nicht so aussieht, wie andere glauben, dass es richtig ist? Was weißt du? Was funktioniert für dich?

Wärst du bereit, dich deinem Leben zu verpflichten? Heute? Ja, vielleicht werden die Leute wütend, aber nicht glücklich zu sein, nur, damit die Leute mit dir klarkommen, ist ein hoher Preis. Was ist deine Wahl?

„Ich möchte nicht wie meine Mutter sein!“

Hier kommt ein Werkzeug für dich. Du magst es vielleicht nicht, aber es funktioniert! Sei bereit, wie die Person zu sein, die du am wenigsten magst. Was!? Ja! Sobald du aufhörst, die Eigenschaften der Person, die du am wenigsten magst, abzulehnen, wirst du frei. Die Dominanz deiner Mutter könnte sich eines Tages als nützlich erweisen. Eines Tages befindest du dich möglicherweise in einer Situation, in der Unterwerfung nicht das Werkzeug ist, das funktioniert. Wenn du keine Bewertung über eine Eigenschaft hast, wird es lediglich zu einem Werkzeug, das du verwenden musst, anstatt etwas, das du sein oder werden musst (oder zu werden vermeiden musst).

Mit wem habe ich es zu tun?

Die Familie ist oft der Bereich, in dem wir unser Gewahrsein ausschalten. Wir sind so an unsere Familienmitglieder gewöhnt, dass wir wissen, was ihre Gewohnheiten sind, wie sie reden, denken, fühlen, reagieren. Wir reagieren und kreieren als fortlaufendes Muster aus der Vergangenheit heraus. Damit vergessen wir, genau hinzuschauen. Wir hören auf zu sehen, was ist, zugunsten dessen, was gewesen ist.

Hast du jemals genau hingeschaut, wer die Personen sind, die du als Familie bezeichnest? Hast du gefragt, wie sie wurden, wer sie wurden? Mehr über ihre Geschichte zu erfahren, kann dir viele Informationen und eine andere Perspektive geben. Dann sagst du dir jedes Mal, wenn du sie triffst: „Wenn ich sie nicht kennen würde, wessen wäre ich gewahr?“ Diese Frage erlaubt dir, Dinge zu sehen, die du zuvor noch nicht gesehen hast, als du mit deinen früheren Referenzpunkten beschäftigt warst. Solange wir die Menschen anhand unserer Referenzpunkte, unserer Erwartungen, Bewertungen und Zurückweisungen von ihnen betrachten, können wir nichts anderes sehen. Fang an, genau hinzuschauen. Frage: „Mit wem habe ich es gerade jetzt hier zu tun?“

„Du besuchst uns nie!“

Wer hat die Regel erfunden, dass du Zeit mit deiner Familie verbringen musst? Andere brauchen uns oft. Das ist kein Problem, solange du dich mit einbeziehst! Dich mit einzubeziehen und anderen zu Diensten zu sein, kann Spaß machen. Den anderen beizutragen, wenn es eher aus der Wahl als aus der Verpflichtung heraus kommt, kann es kreativ und bereichernd sein. Den anderen zu helfen und es für sie zu tun, weil sie behaupten, dich zu brauchen, ist etwas anderes. Was wäre, wenn du wählst, sie zu besuchen, wenn du weißt, dass es mehr für alle kreiert, anstatt nur, wenn die Menschen sagen, dass sie dich brauchen?

Dankbarkeit und Bewunderung

Ja, die gute alte Dankbarkeit! Mit der Familie kann es unmöglich erscheinen, aber es ist jedes Mal möglich, wenn du es wählst. Dankbarkeit bedeutet, dass du dankbar für die Menschen bist, genauso wie sie sind. Du kannst sogar für gemeine Menschen dankbar sein. Wie? Fang an, sie für ihre Gemeinheit zu bewundern. „Wow, du kannst so gut gemein sein. Ich bewundere dich für deine Fähigkeit, so gemein zu sein, es ist wirklich unglaublich, wie du das tust!“ Sag ihnen das nicht laut, denk es dir nur. Bewunderung bringt dich aus der Bewertung und dem Widerstand gegen sie. Wenn du bewertest und ablehnst, machst du dich selbst zu ihrem Opfer. In dem Moment, in dem du bewunderst und dankbar bist, hast du das Sagen!

Humor

Dich selbst oder andere ernst zu nehmen, macht alles bedeutsam und erdrückend. Bring Humor rein! Wenn deine Familie Zeichentrickfiguren wären, welche Figur wären sie jeweils? Deine Familie mit Humor zu betrachten, lässt dich einen Schritt zurücktreten und die lustige Seite dessen sehen, was andere wählen, und nichts davon persönlich nehmen! Was wäre, wenn das, was die Menschen in deiner Familie sagen und wählen, dich zum Lachen bringen würde, ohne hineingezogen zu werden?

Wenn du anfängst, eine andere Wahl jenseits der Bilderbuchvorstellungen mit deiner Familie zu treffen, entdeckst du vielleicht mehr Mut und eine größere Fähigkeit zum Glück, als du gedacht hast zu haben. Warum sich also nicht darauf einlassen und das wählen, was für dich funktioniert? Wisse, was du weißt!

Hier ist der Link zum neuen Buch Märchenfamilie.

Susanna Mittermaier, geboren in Wien, ist eine Psychologin, die ihre Ausbildung an der Universität von Lund, Schweden, gemacht hat und an der Universitätsklinik in der psychiatrischen Abteilung mit Psychotherapie und neuropsychologischen Tests gearbeitet hat. Sie ist die Begründerin der Pragmatischen Psychologie und Autorin des internationalen Bestsellers „Pragmatische Psychologie – Dein Anderssein – Deine Verrücktheit – Dein Glück!“. Ihr neues Buch heißt: „Die Märchenfamilie“.
Als äußerst angesehene Rednerin und Hauptrednerin wurde Susanna in Zeitschriften wie Forbes, TV Soap, Psychology Today, Women’s Weekly, Ooom, Wienerin, Empowerment Channel Voice America, Om Times, Motherpedia, Newstalk New Zealand und Holistic Bliss und vielen mehr vorgestellt. Susanna bietet ein neues Paradigma der Therapie namens Pragmatische Psychologie und ist bekannt für ihre Fähigkeit, die Probleme und Schwierigkeiten der Menschen in Möglichkeiten und kraftvolle Wahlen umzuwandeln.

  1. Susanna Mittermaier sagt:

    Vielen Dank, liebe Karin! Das ist so ein Geschenk zu lesen! Freue mich darüber zu hören, was du für dich veränderst!

  2. Liebe Susanna! Vielen Dank für dein neues Buch über und mit Familie! Es hat mir bewusst gemacht, welche bislang unbewussten Vorstellungen ich über Familie hatte und noch habe zum Teil! Es war für mich erleichternd, diese ganzen übernommenen Vorstellungen schwarz auf weiss zu lesen und sie mir eingestehen zu können! Danke für das Aufdecken blinder Flecken bei mir und mir zu erlauben, etwas anderes, nämlich mich zu wählen! LG Karin

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